Die armen Spanier

Michael Scherling am 3. Mai 2012

Trotz eini­ger posi­ti­ver Ent­wick­lun­gen, die der Euro gebracht hat, gibt es auch sehr nega­tive Kon­se­quen­zen. Eine davon sieht man in Spanien:

Vor der Euro­ein­füh­rung zahl­ten die Spa­nier zwi­schen 6 und 10% für Kre­dite, danach 3 – 5%, was zu einer über­mäs­si­gen Ver­schul­dung führte. Immo­bi­lien auf Pump zu kau­fen ent­wi­ckelte sich zum Volks­sport. Der Zement­ver­brauch stieg um 250% (um jetzt wie­der um 80% zu sinken).

Die Immo­bi­li­en­preise sind seit dem Höhe­punkt um rund 30% gefal­len, was zwar schon schlimm ist, aber es kommt noch ärger: egal mit wel­chen Exper­ten man spricht, jeder geht von einem wei­te­ren Preis­ver­fall von rund 20 – 30% aus. Viele Spa­nier konn­ten ihre Woh­nun­gen und Häu­ser bis­her nicht ver­kau­fen, weil sie ille­gal errich­tet oder mit Schwarz­geld finan­ziert wur­den oder weil weit und breit kein Käu­fer zu fin­den ist. Schrumpft die Wirt­schaft wei­ter, müs­sen auch diese Immo­bi­lien (zwangs-)verkauft wer­den, was die Preise wei­ter sin­ken lässt.

So wie auch Gross­bri­tan­nien hat Spa­nien kein funk­tio­nie­ren­des Wirt­schafts­mo­dell mehr. 25% der Bevöl­ke­rung ist arbeits­los (50% der Jugendlichen!).

Weil eine Abwer­tung der Wäh­rung als Aus­weg nicht offen­steht, müs­sen Preise und Löhne um rund 20% fal­len, um wie­der inter­na­tio­nal wett­be­werbs­fä­hig zu wer­den. Wie man in Grie­chen­land sieht, funk­tio­niert das in der Pra­xis nicht.

Ohne mutige Schritte ist Spa­nien in spä­tes­tens 3 Jah­ren bank­rott und gefähr­det unsere gemein­same Währung.

In den nächs­ten Jah­ren wer­den viele Spa­nier aus­wan­dern, weil die Per­spek­tive im eige­nen Land fehlt. Das ist aller­dings keine neue Ent­wick­lung: Im 19.Jahrhundert wan­der­ten jahr­zehn­te­lang 10% der Bevöl­ke­rung aus vie­len Län­dern aus (Irland, Schwe­den, Deuschland, …).

Posi­tiv zu ver­mer­ken ist:

1. vor der Krise hat­ten die Spa­nier fast keine Staatsschulden

2. die Euro­päi­sche Zen­tral­bank hat viel Geld zur Ver­fü­gung gestellt und damit Zeit erkauft

Aber: Anders als Ita­lien oder Japan ist Spa­nien nicht vor­ran­gig bei den eige­nen Bür­gern ver­schul­det, son­dern im Ausland:

Die pri­vate und öffent­li­che Aus­lands­ver­schul­dung ist grös­ser als die von Grie­chen­land, Por­tu­gal, Irland und Ita­lien zusammen!

Die Lösung des Dilem­mas besteht aus 2 Aktionen:

1. Die Euro­päi­sche Zen­tral­bank muss mas­siv spa­ni­sche Staats­an­lei­hen kau­fen, um den Spa­ni­ern die not­wen­dige Zeit zu geben, um ein zukunft­fä­hi­ges Wirt­schafts­mo­dell aufzubauen.

2. Ein gewal­ti­ges euro­päi­sches Inves­ti­ti­ons­pro­gramm muss schnellst­mög­lich gestar­tet wer­den. So wie Grie­chen­land in seine Häfen, Land­wirt­schaft und Tou­ris­mus inves­tie­ren sollte, so müsste man auch in Spa­nien vor­ge­hen: in die Stär­ken des Lan­des investieren!

Woher soll das Geld kom­men? Im Wesent­li­chen aus EU-Krediten, egal wie das zustän­dige Instru­ment genannt wird. Ökono­mi­sche Stu­dien zei­gen, daß Kre­dite in die­sem Fall nicht nur der ein­zige Weg sind, son­dern auch lang­fris­ti­gen Nut­zen für ganz Europa schaffen.

Fazit: Die euro­päi­schen Poli­ti­ker und Zen­tral­ban­ker müs­sen visio­när und ent­schlos­sen han­deln, um ein Zusam­men­bre­chen Spa­ni­ens zu ver­hin­dern. Wenn Men­schen vor dem Abgrund ste­hen, sind sie zu gewal­ti­gen Taten bereit – die Ret­tung Spa­ni­ens ist möglich!

Wei­ter­sa­gen:
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Der Ölpreis!

Michael Scherling am 11. April 2012

Der Anstieg des Ölprei­ses ist nicht zu über­se­hen: Nicht nur an den Tank­stel­len wer­den wir täg­lich ver­schreckt, auch die Medien grei­fen sehr gerne die­ses “Schock­thema” auf, das immer für Schlag­zei­len gut ist und damit Geld bringt.

Tat­säch­lich machen die Aus­ga­ben für Ben­zin und Die­sel aber nur wenige Pro­zent­punkte an den Gesamt­aus­ga­ben der Öster­rei­cher aus. Wenn man die Pend­ler aus­nimmt, wird die­ses Thema aus die­ser Sicht also eher überschätzt.

Also Ent­war­nung? Lei­der nein.

Schon die bei­den Ölkri­sen vor rund 30 Jah­ren haben gezeigt, daß stark stei­gende Preise die Wirt­schaft in eine Rezes­sion stür­zen kön­nen. Warum? Zuerst lei­det das Trans­port­ge­werbe, dann auch alle ande­ren Fir­men, die die gestie­ge­nen Preise nicht in Form von höhe­ren Pro­dukt­prei­sen wei­ter­ge­ben kön­nen (z.B. wegen lang­fris­ti­ger Ver­träge oder weil die Kon­kur­renz­si­tua­tion keine Erhö­hung zulässt). In der Folge kommt es zu Kon­kur­sen und Ent­las­sun­gen. Damit steigt die Arbeits­lo­sen­rate, die Bevöl­ke­rung kann wie­derum weni­ger kon­su­mie­ren, was die Wirt­schaft wei­ter bremst und in eine Rezes­sion stür­zen kann.

Glück­li­cher­weise hat sich seit­her die “Ener­gie­in­ten­si­tät” stark redu­ziert. Stei­gende Ölpreise wir­ken sich bei wei­tem nicht mehr so hef­tig aus. In fra­gi­len ökono­mi­schen Situa­tio­nen wie der­zeit kön­nen die Aus­wir­kun­gen den­noch fatal sein:

Die hohen Ölpreise waren nicht Ursa­che, aber Mit-Auslöser der Finanz­krise von 2008. Auch 2010 und 2011 spitz­ten sich die Kri­sen zu, als die Notie­run­gen Höchst­stände erreich­ten. Warum? Wenn die Kon­su­men­ten wegen hoher Kre­dit­ra­ten und sta­gnie­ren­der Löhne knapp bei Kasse sind, bringt ein stark stei­gen­der Ölpreis das Fass zum Überlaufen.

Zusätz­lich hän­gen ganze Staa­ten vom schwar­zen Gold ab: In den Ach­zi­ger­jah­ren wurde halb Latein­ame­rika zah­lungs­un­fä­hig und 1998 Russ­land, als ein Fass Öl nur 10$ kos­tete. Nun ist es umge­kehrt: die ölim­por­tie­ren­den Län­der gehen in Kon­kurs, der Schock in der Leis­tungs­bi­lanz führt zu Schul­den– und Bankenkrisen.

Ab wann müs­sen wir uns aktu­ell Sor­gen machen?

Ein wei­te­rer Anstieg um rund 10% dürfte die Schmerz­grenze über­schrei­ten und einige Staa­ten in Bedräng­nis bringen.

Was könnte der Aus­lö­ser sein? Nach­dem in USA, Japan und Europa der Ver­brauch sinkt, ist zusätz­li­che Nach­frage ver­mut­lich auf kurze Frist nicht der Grund. Pro­ble­ma­tisch ist aber die Ange­bots­seite, vor allem durch den Iran-Konflikt.

Span­nend wird jeden­fall zu sehen, wie mäch­tig ein US-Präsident wirk­lich ist: Obama weiss daß seine Wie­der­wahl auch vom Ölpreis abhängt, er wird daher alles in Bewe­gung set­zen, um die Preise bis Herbst sin­ken zu las­sen. Ein Angriff Isra­els auf den Iran scheint in die­sem Zusam­men­hang unwahrscheinlich.

Fazit: Steigt der Ölpreis noch­mal 10%, lei­det die Welt­wirt­schaft und die Euro­krise könnte sich wie­der ver­schär­fen. Die aktu­ell nied­rige Nach­frage spricht aber nicht dafür.

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Veranstaltungstipp!

Michael Scherling am 5. März 2012

Liebe Leser,

am Mitt­woch, den 21. März werde ich gemein­sam mit einem Wirt­schafts­psy­cho­lo­gen einen Vor­trag hal­ten, zu dem ich Sie herz­lich einlade.

Titel: Europa vor dem Crash?

The­men:

  • Warum Sie von den Medien kon­se­quent fehl­in­for­miert werden!
  • Wovor sich die Öster­rei­cher fürchten
  • Wovor Sie sich fürch­ten soll­ten und wie Sie rea­gie­ren können!
  • Infla­tion oder Deflation?
  • Anlage in Immo­bi­lien und Gold?
  • Euro­krise und die Lösung

In einem etwa ein­stün­di­gen Vor­trag wer­den wir kon­krete Gefah­ren und Lösun­gen auf­zei­gen und ste­hen im Anschluss für Fra­gen zur Verfügung.

Die Ver­an­stal­tung ist kos­ten­frei, gerne kön­nen Sie bis zu 3 Per­so­nen mit­neh­men, ich bräuchte aber unbe­dingt die Anzahl der fixen Zusa­gen, damit der Saal nicht über­füllt ist. Bitte schi­cken Sie mir eine Anmeldungs-Nachricht an michael.scherling@deroekonom.at (michael NULL.scher­ling null@null deroeko­nom NULL.at)

Ort: FH Wien, Wäh­rin­ger Gür­tel 97, 1180 Wien

Zeit: Mitt­woch 21.3.2012, 18:30 Uhr Emp­fang, 19:00 Beginn, 20:30 Buffet

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Was bringen die nächsten Monate?

Michael Scherling am 14. Februar 2012

Viel­leicht haben Sie sich schon gefragt, warum die Vor­her­sa­gen von Ökono­men, die sich ja angeb­lich so gut aus­ken­nen, oft nicht zutref­fend sind. Hier die Gründe:

1. Die meis­ten Ökono­men sind nicht unabhängig:

Ban­köko­no­men dür­fen nichts ver­öf­fent­li­chen, was den Inter­es­sen des eige­nen Insti­tuts wider­spricht. Ganz wenige Aus­nah­men (wie Ste­fan Bruck­bauer von der Bank Aus­tria) bestä­ti­gen die Regel.

Insti­tu­tio­nen wie das Wirt­schafts­for­schungs­in­sti­tut (Wifo) sind noch schlim­mer: Nie­mals wür­den minus 5% Rezes­sion vor­her­ge­sagt, weil die nega­tive Erwar­tungs­hal­tung in der Bevöl­ke­rung dann die Lage noch­mals ver­schlim­mert. Zusätz­lich ist die poli­ti­sche Durch­set­zung mas­siv. Beim Wifo ist die sozialistisch/kommunistische Aus­rich­tung erschre­ckend. Alle Pro­gno­sen und Aus­sa­gen von dort sind daher unbrauchbar.

Emp­feh­len kann ich hin­ge­gen den Rech­nungs­hof sowie Per­sön­lich­kei­ten wie Bern­hard Fel­de­rer oder Bernd Marin.

2. Die Pro­gno­sen stim­men meist nur langfristig:

Sehr leicht kann ich vor­her­sa­gen, daß die Akti­en­kurse der asia­ti­schen Bör­sen in den nächs­ten 15 Jah­ren stär­ker stei­gen wer­den als in USA oder Europa. Alleine wegen des höhe­ren Bevöl­ke­rungs­wachs­tums und der gerin­ge­ren Staats­ver­schul­dung kann kaum etwas schiefgehen.

Im Nor­mal­fall ver­wei­gere ich aber Kurz­frist­aus­sa­gen, weil poli­ti­sche und andere irra­tio­nale Fak­to­ren dazwi­schen­kom­men können.

Warum wage ich trotz­dem eine kurz­fris­tige Pro­gnose? Weil die Euro­päi­sche Zen­tral­bank gewal­tige Sum­men (vor allem den Ban­ken) bereit­ge­stellt hat und damit die Nega­tiv­spi­rale der Euro­krise durch­bro­chen hat. Die wirk­li­chen Schulden-Probleme sind dadurch nicht gelöst, aber für einige Zeit wird Ent­span­nung eintreten.

Was kommt also?

A. Die Zin­sen blei­ben ganz tief. Ban­ken, Staa­ten und Teile der euro­päi­schen Bevöl­ke­rung kön­nen sich höhere Zin­sen gar nicht leis­ten, wodurch eine Zins­an­he­bung durch die EZB aus­zu­schlies­sen ist.

B. Die Bör­sen stei­gen. Das Umfeld für Unter­neh­mens­an­lei­hen, Aktien und Roh­stoffe ist sehr gut und die Bewer­tun­gen sind immer noch niedrig.

C. Deut­sche und öster­rei­chi­sche Immo­bi­lien wer­den sich gut ent­wick­len. Nied­rige Zin­sen und Kri­sen­ängste spie­len hier eine grosse Rolle. Über­teu­erte Vor­sor­ge­woh­nun­gen soll­ten Sie trotz­dem nicht kaufen.

Wenn Sie aller­dings kapi­tal­markt­un­ab­hän­gig inves­tie­ren wol­len: es gibt sie immer noch, die Betei­li­gung an deut­schen Solar­an­la­gen, die rund 7% jähr­li­chen Ertrag 8 Jahre lang abwirft. Der deut­sche Wirt­schafts­mi­nis­ter hat sich schon beschwert, daß er den Anle­gern so hohe Ren­di­ten ermög­licht hat und dies nicht mehr ändern kann.

Fazit: Wenn keine Natur­ka­tasto­phe, ein Iran-Krieg oder ähnli­ches kommt, schauen die nächs­ten Monate an den Anla­ge­märk­ten sehr gut aus.

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Die konkrete Lösung der Eurokrise

Michael Scherling am 1. Januar 2012

Schon meine Geschichte-Professorin in der AHS hat rich­tig fest­ge­hal­ten, daß die Mensch­heit immer erst dann Lösun­gen fin­det, wenn sie vor dem Abgrund steht. Genau dort befin­den wir uns derzeit.

Obwohl es in den letz­ten Mona­ten bereits grosse Fort­schritte gab (v.a. die neuen ökono­misch ver­nüf­ti­gen Regie­run­gen in den Pro­blem­staa­ten), scheint eine Lösung der Krise ja noch nicht in Sicht zu sein. Ich bin ande­rer Mei­nung, denn “nur” die fol­gen­den drei Dinge müs­sen gemacht werden:

A: Staats­aus­ga­ben senken

B: Wachs­tum fördern

C: Ver­stärk­tes Ein­grei­fen der Euro­päi­sche Zentralbank

Klingt alles viel zu ein­fach, des­halb hier die Erklärungen:

A: Mit Aus­nahme von Extre­mis­ten­par­teien haben sogar die Poli­ti­ker erkannt, daß Spa­ren not­wen­dig ist.

B: Viel zu wenig wird das Thema “Wachs­tum för­dern”  berücksichtigt,was schade ist, denn in Grie­chen­land ist zu erken­nen, daß Spa­ren alleine zu wenig ist. Dadurch ent­steht näm­lich eine gefähr­li­che Abwärts­spi­rale (mehr Arbeits­lose, weni­ger Ein­kom­men, mehr Kon­kurse – damit sin­kende Steu­er­ein­nah­men), die schwer zu stop­pen ist. Aus Mit­teln der EU müss­ten Zukunfts­in­ves­ti­tio­nen geför­dert wer­den, in Grie­chen­land etwa Bil­dung, Land­wirt­schaft, See­hä­fen und Tourismusinfrastruktur.

C: Gross­bri­tan­nien steht genauso schlecht da wie Spa­nien, zahlt aber nur halb so hohe Zin­sen für die Staats­schul­den. Warum? Ganz ein­fach, die bri­ti­sche Natio­nal­bank kauft so viele Anlei­hen wie nötig und hat dabei einen sim­plen Deal mit der Regie­rung gemacht: “Ihr spart und wir ver­schaf­fen euch Zeit, indem wir euch das Defi­zit finanzieren”.

Die Euro­päi­sche Zen­tral­bank kann ebenso mit einer ein­zi­gen Ankün­di­gung die Eska­la­tion der Euro­krise sofort lösen: “Fixie­rung der Staats­an­lei­hen­zin­sen auf maxi­mal 4 – 5%”.

Warum tut sie das nicht? Weil sie genau weiss daß dann die Sar­ko­zys und Ber­lus­co­nis die­ser Welt die Ober­hand gewin­nen, alle Spar­an­stren­gun­gen stop­pen und uns damit wirk­lich in den Ruin trei­ben. Des­halb rei­chen nicht die Ankün­di­gun­gen von Refor­men und Spar­mass­nah­men, son­dern sie müs­sen auch umge­setzt sein.

Lei­der sind diese Mass­nah­men (Erhö­hung des Pen­si­ons­al­ters, Kün­di­gungs­schutz lockern, Aus­bil­dung ver­bes­sern, Büro­kra­tie abbauen etc.) sehr zeit­auf­wän­dig. Das Jahr 2012 wird wohl zur Gänze dafür ver­wen­det werden müssen.

Fazit: Ende 2012 wird die kon­krete Lösung der Euro­krise klar sein, rech­nen Sie bis dahin mit Unruhe, aber las­sen Sie sich von den zahl­rei­chen Unter­gangs­pro­phe­ten nichts ein­re­den. Diese lie­gen wie immer falsch.

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Wer hat Angst vor der Eurokrise?

Michael Scherling am 24. November 2011

Von einer der gross­ar­tigs­ten Per­sön­lich­kei­ten Öster­reichs, Prof. Johan­nes Stey­rer (Wirt­schaf­t­uni­ver­si­tät Wien) habe ich gelernt, daß Men­schen Nega­ti­ves 3 mal so stark wahr­neh­men wie Posi­ti­ves. Die Medien leben davon wun­der­bar und ver­un­si­chern uns konstant.

Hören Sie ein­mal bewusst Radio­nach­rich­ten: min­des­tens 90% haben nega­ti­ven Inhalt, manch­mal sogar 100%. Das obwohl es noch nie so wenig Ver­bre­chen, Unfälle und Kata­stro­phen gege­ben hat wie aktuell.

Auf der Home­page der Ver­ein­ten Natio­nen fin­den Sie wun­der­bare Ani­ma­tio­nen über Ver­bes­se­run­gen fast aller Pro­blem­be­rei­che (Armut, Kriege, Morde,…) der letz­ten 50 Jahre. Die Medien aber sug­ge­rien uns, daß alles noch nie so schlecht war wie derzeit.

Das gilt genauso für die Euro­krise. Natür­lich kann man Schul­den, die in 30 Jah­ren auf­ge­baut wur­den, nicht in 3 Jah­ren abbauen, aber:

Ers­tens: Schul­den­kri­sen dau­ern im Schnitt 7 Jah­ren, die aktu­elle wird, weil sie so viele Staa­ten betrifft, eher 8 – 10 Jahre dau­ern. 4 Jahre davon haben wir schon und irgend­wann ist sie vorbei.

Zwei­tens: Die Poli­ti­ker tra­gen die Haupt­schuld an der Schul­den­mi­sere, weil sie 30 Jahre lang mehr aus­ga­ben als ein­nah­men, um nicht mit­den­kende Wäh­ler zu beste­chen.  Die schlimms­ten Exem­plare die­ser Berufs­gruppe wur­den in meh­re­ren Staa­ten aus dem Amt gejagt, was ohne die aktu­elle Krise nie­mals gesche­hen wäre. Seit Jahr­zehn­ten über­fäl­lige Refor­men wer­den end­lich angegangen.

Mein Herz als Ökonom hüpft vor Freude bei sol­chen Nach­rich­ten, die ein lang­fris­ti­ges Umden­ken erwar­ten las­sen und für mehr Nach­hal­tig­keit sorgen.

Öster­reich hinkt der Ent­wick­lung hin­ter­her, aber die Idee der Schul­den­bremse ist gut. Wenn Sie aktiv wer­den möch­ten, kann ich Ihnen die Unter­stüt­zung von www.verwaltungsreform-jetzt.at (http://www NULL.verwaltungsreform-jetzt NULL.at/)emp­feh­len.

Drit­tens: Die grös­se­ren Unter­neh­men ste­hen welt­weit so gut da wie noch sel­ten, die Schul­den wur­den redu­ziert und das Wachs­tum der asia­ti­schen Staa­ten sorgt für gute Aussichten.

Vier­tens: in Europa wur­den noch gar nicht alle Mög­lich­kei­ten der Kri­sen­be­wäl­ti­gung aus­ge­schöpft. Die Euro­päi­sche Zen­tral­bank hat noch viele Optio­nen, die bri­ti­sche und US-amerikanische hin­ge­gen nicht mehr.

Fazit: Schal­ten Sie die Nach­rich­ten aus und freuen Sie sich auf das Ende der Eurokrise!

Wei­ter­sa­gen:
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Neue Energien

Michael Scherling am 31. Oktober 2011

Der fos­si­len Ener­gie wird zwar schon seit Jahr­zehn­ten das bal­dige Ende vor­her­ge­sagt, die Rea­li­tät schaut aber anders aus:

Auch wenn Öl knapp wird, rei­chen Erd­gas– und Koh­le­vor­räte noch viel zu lange, um Zeit­druck für den Aus­stieg aus dem Ver­bren­nen der Ener­gie­trä­ger zu erzeu­gen. Die Mensch­heit hat lei­der die Eigen­schaft, erst dann neue Dinge zu erfin­den oder umzu­set­zen, wenn es (fast) zu spät ist. Wirk­lich schade, denn neben dem ökolo­gi­schen Gesichts­punkt gibt es auch hand­feste ökono­mi­sche Vor­teile von Wasser-, Wind– und Sonnenenergie:

  1. Län­de­r­un­ab­hän­gig­keit: nicht erst seit dem Irak­krieg wis­sen wir, daß die Öl-Importabhängigkeit welt­weit wirt­schaft­li­che Pro­bleme erzeu­gen kann.
  2. Neue pro­duk­tive Jobs wer­den geschaffen
  3. Im Zuge der Umset­zung des Ener­gie­wan­dels kann es leicht zur Erfor­schung ande­rer inno­va­ti­ver Tech­no­lo­gien kommen.
  4. Bes­sere Ver­wen­dun­gen: Auch in 500 Jah­ren hätte die Mensch­heit sicher noch gerne Öl, um Plas­tik, Werk­stoffe und ande­res dar­aus herzustellen.

Was kann man neben dem Instal­lie­ren einer Solar­an­lage am Haus als Pri­vat­per­son noch tun?

Eine Vari­ante ist, sich an gros­sen Solar­pro­jek­ten zu betei­li­gen. Im Som­mer sind die Herstellungs-Preise um rund 30% gesun­ken, was die Ren­di­ten sol­cher Geld­an­la­gen von rund 5% auf etwa 8% stei­gen liess. Durch die für die Gesamt­lauf­zeit staat­lich fixier­ten Strom-Einspeisetarife ist das Risiko überschaubar.

Viele von den Kapi­tal­märk­ten ent­täuschte Öster­rei­cher soll­ten sich diese Vari­ante näher anschauen. Aller­dings sehr bald, denn ab 1.1. sin­ken die Ein­spei­se­ta­rife für ab Jän­ner fer­tig­ge­stellte Pro­jekte. Dann fal­len die Erträge wie­der in Rich­tung 5%.

Fazit: Der Kom­plett­um­stieg auf erneu­er­bare Ener­gie wird wegen der Träg­heit der Mensch­heit noch lange dau­ern, aber jeder von Ihnen kann etwas bei­tra­gen und damit sogar hohe Erträge lukrieren.

Wei­ter­sa­gen:
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Update Inflation

Michael Scherling am 30. September 2011

Die Aus­sa­gen des Februar-Artikels zur Infla­tion sind immer noch zu 100% auf­recht. Weil ich aber die meis­ten Anfra­gen genau zu die­sem Thema bekomme, möchte ich noch­mals dar­auf ein­ge­hen und aktu­elle Ent­wick­lun­gen aufzeigen.

Ver­mut­lich ist jedem von Ihnen schon auf­ge­fal­len, daß die Spar­buch­zin­sen nur 1 – 2% betra­gen (wovon noch 25% Steuer abzu­rech­nen ist), die Infla­ti­ons­ra­ten aber bei rund 3 – 4% lie­gen. Ihr Geld wird real also stän­dig weni­ger. Die schlechte Nach­richt ist, daß diese Situa­tion noch viele Jahre anhal­ten kann. Warum? Weil die Zen­tral­bank die Zin­sen nied­rig hal­ten muss, um nicht Kon­kurse von (z.B. spa­ni­schen) Häusl­bau­ern oder gan­zen Staa­ten zu ris­kie­ren. Die kön­nen sich näm­lich höhere Zin­sen nicht leisten.

Die Infla­tion wird zwar 2012 nied­ri­ger wer­den als 2011, weil aber die Nach­frage nach Roh­stof­fen durch die auf­stre­ben­den Län­der Asi­ens wei­ter­hin rie­sig ist, kön­nen Roh­stoff­preis­stei­ge­run­gen auch in den nächs­ten Jah­ren für Preis­stei­ge­run­gen des öster­rei­chi­schen Waren­kor­bes sorgen.

Schuld­ner wer­den noch auf lange Zeit mit Nied­rig­zin­sen bevor­zugt wer­den (müs­sen). Für Spar­buchspa­rer (und Bau­spa­rer) schaut es hin­ge­gen schlecht aus. Was kann man nun gegen die schlei­chende Ent­wer­tung der Spar­gut­ha­ben tun?

Lösung: Inves­ti­tion in Sach­werte statt in Finanzwerte!

Kau­fen Sie keine Spar­bü­cher, Staats­an­lei­hen oder Bau­spar­ver­träge. Reale Anla­gen sind die bes­sere Lösung. Diese sind vor allem Immo­bi­lien und Unter­neh­mens­be­tei­li­gun­gen (=Aktien). Für 90% der Öster­rei­cher sind Aktien “Teufelszeug” – zu Unrecht: mit einem breit gestreu­ten Akti­en­port­fo­lio konnte man beide Welt­kriege und alle ande­ren Kri­sen über­ste­hen. Auch gegen Infla­tion sind Akti­en­fonds ein lang­fris­tig idea­les Mit­tel, weil es immer Unter­neh­men geben wird und diese die Preise bei Infla­tion erhö­hen können.

Aller­dings darf man nicht blind irgend­wel­che Aktien oder Akti­en­fonds kau­fen und muss in der Län­der­aus­wahl vor­sich­tig sein. Ohne qua­li­fi­zier­ten Bera­ter ist das kaum mög­lich, auch weil gele­gent­lich Ände­run­gen vor­ge­nom­men wer­den müssen.

Zu Immo­bi­li­en­ver­an­la­gun­gen möchte ich auf die Arti­kel von Jän­ner, Februar und März verweisen.

Fazit: Aus den im Februar bespro­che­nen Grün­den wird es keine 2-oder mehr­stel­li­gen Infla­ti­ons­ra­ten geben. Vor einer lang­sa­men Ent­wer­tung Ihrer Spar­gut­ha­ben müs­sen Sie sich den­noch fürch­ten! Las­sen Sie sich bei Immo­bi­lien und Aktien nur von den höchst­qua­li­fi­zier­ten Bera­tern unterstützen.

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Der August-Crash

Michael Scherling am 29. August 2011

Von Som­mer­flaute kann in die­sem Jahr in ökono­mi­scher Hin­sicht nicht die Rede sein. Was hat sich getan?
  1. Bör­sen­ein­bruch: Viele Bör­sen (wie auch die deut­sche und öster­rei­chi­sche) sind um 20 – 25% ein­ge­bro­chen, was wirk­lich erstaun­lich ist: wenn Sie in den Super­markt gehen, wer­den Sie kaum Arti­kel fin­den, die bil­li­ger sind als vor 10 Jah­ren. Die welt­weit füh­ren­den Unter­neh­men aus Deutsch­land hin­ge­gen sind um 30% bil­li­ger als 2001 oder auch als 2007. Zusätz­lich sind die Gewinne die­ser Fir­men inzwi­schen viel höher als damals und die Aus­sich­ten wun­der­bar, weil genau das her­ge­stellt wird, was die auf­stre­ben­den Län­der die­ser Welt brau­chen.
    Lus­tig ist auch das Inves­to­ren­ver­hal­ten bei Immo­bi­lien: Für Woh­nun­gen wer­den 20% mehr bezahlt als vor kur­zer Zeit. Andere Immo­bi­li­en­ver­an­la­gun­gen hin­ge­gen fin­den sogar mit 30% Abschlag zum Immo­bi­li­en­wert kaum Käu­fer. Das gilt auch für Wohnimmobilien-Investments, die sogar weni­ger ris­kant sind als Ein­zel­woh­nun­gen, weil das Risiko auf viele Objekte gestreut ist.
  2. Wäh­rungs­tur­bu­len­zen: Spe­zi­ell der Schwei­zer Fran­ken erreichte als “siche­rer Hafen” neue Rekord­stände. An die­ser Stelle ein spe­zi­el­ler Dank an die Finanz­markt­auf­sicht: Bei einem Kurs von 1,67 wur­den Fremd­wäh­rungs­fi­nan­zie­run­gen zuge­las­sen. Aktu­ell könnte man um mehr als 40% güns­ti­ger ein­stei­gen, was die FMA uns aber ver­bie­tet. Tolle Leis­tung, bravo.
    Ein klei­ner Trost für Fremd­wäh­rungs­kre­dit­neh­mer: Ohne Finanzkrise/Staatsschuldenkrise wür­den Sie in Fran­ken rund 4 – 5% Zin­sen zah­len, also 3% p.a. mehr als jetzt. Geht das ins­ge­samt 10 Jahre lang so wei­ter (3 Jahre haben wir ja schon), erspa­ren Sie sich 30% des Kre­dits, die Sie den Kurs­ver­lus­ten gegen­rech­nen kön­nen. Wich­tig ist, daß Sie die Zinser­spar­nis zur Seite legen und nicht “verkonsumieren”.
  3. Gold­preis­an­stieg: Bereits Anfang des Jah­res hatte ich geschrie­ben, daß der Gold­preis erst fällt, wenn die Real­zin­sen stei­gen. Nach­dem die US-Zentralbank jetzt kom­mu­ni­ziert hat, daß die Zin­sen für wei­tere 2 Jahre bei Null blei­ben, wird wohl auch der Gold­preis nicht so bald fal­len. Wie weit er noch steigt, wird nur von Spe­ku­lan­ten bestimmt. Als “Nicht-Spekulant” kann ich Ihnen also lei­der keine Pro­gnose bie­ten.
    Span­nend ist, daß Gold ja schon sehr stark gestie­gen ist, Gold­mi­nen­ak­tien hin­ge­gen nicht, obwohl sich bei­des jahr­zehn­te­lang aus nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den sehr ähnlich ent­wi­ckelt hat. Die Unter­be­wer­tung der gold­pro­du­zie­ren­den Unter­neh­men liegt bei etwa 30%.

Fazit: Die mensch­li­che Psy­che ist def­in­tiv nicht dafür geeig­net, gewinn­brin­gende Ver­an­la­gun­gen zu wäh­len. Men­schen, die diese Zusam­men­hänge ver­ste­hen, fin­den aktu­ell so gross­ar­tige Anla­ge­mög­lich­kei­ten wie schon lange nicht mehr. Ein paar Jahre Geduld muss man aller­dings mitbringen.

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China!

Michael Scherling am 31. Juli 2011

Die Wis­sen­schaft des “Beha­vio­ral Finance” sagt uns, daß wir keine ratio­na­len Wesen sind, son­dern in vie­len Berei­chen sehr selt­sam rea­gie­ren. So ist es auch bei Ver­än­de­run­gen. Wir neh­men “Mega­schocks” wie 9/11 oder Fukus­hima viel stär­ker wahr als “Mega­trends” (Kli­ma­ver­än­de­rung, Umwelt­ver­schmut­zung, Dollarverfall).

So wie der Frosch, der in heis­ses Was­ser gewor­fen, sofort her­aus­springt, aber bei lang­sam anstei­gen­der Tem­pe­ra­tur ver­kocht und stirbt, ver­hal­ten auch wir uns.

China ist ein sol­cher “Mega­trend”, der von uns tie­fen­psy­cho­lo­gisch bedingt, zu schwach wahr­ge­nom­men wird.

Die west­li­chen Medien sind weit­ge­hend unin­for­miert und berich­ten etwa über eine chi­ne­si­sche “Immo­bi­li­en­blase”, die sich ähnlich der US-Krise ent­wick­len soll. Bei nähe­rer Betrach­tung stellt sich die­ser Bericht als genauso falsch dar wie die meis­ten ande­ren. Hier einige Beispiele:

  • Chi­ne­sen kön­nen nur kopie­ren, aber nichts erfin­den”: Eine Nation, die das Schiess­pul­ver und vie­les Ande­res erfun­den hat und jähr­lich 1,5 Mil­lio­nen Absol­ven­ten tech­ni­scher und wis­sen­schaft­li­cher Stu­di­en­rich­tun­gen her­vor­bringt, wird in Zukunft gewal­tige Dinge erfor­schen. Im Jahr 2009 wur­den bereits 280.000 Patente angemeldet.
  • Die Kom­mu­nis­ten ver­ste­hen nichts von Wirt­schaft und wer­den schei­tern”: Das Gegen­teil ist wahr – die bes­ten Ökono­men welt­weit sit­zen in der Schweiz und in China! Die schlech­tes­ten in den USA und Russ­land. China kann nach­tei­lige ökono­mi­sche Ent­wick­lun­gen (wie zu stark stei­gende Immo­bi­li­en­preise) sehr schnell kor­ri­gie­ren, wäh­rend unser poli­ti­sches Sys­tem alle wich­ti­gen Ver­än­de­run­gen ver­hin­dert (Pen­si­ons­re­form, Schuldenreduktion ‚….).
  • Das Wirt­schafts­wachs­tum der Chi­ne­sen wird ein­bre­chen, weil wegen der Ein-Kind-Politik zu wenige Junge nach­kom­men”:  Das Argu­ment stimmt erst ab etwa 2030. Vor­her ist die Kon­stel­la­tion ideal: Wenig Auf­wand für Aus­bil­dung und viele Men­schen im erwerbs­fä­hi­gen, pro­duk­ti­ven Alter.

China wird die Qua­li­täts­lei­ter wei­ter hin­auf­stei­gen und immer bes­sere Pro­dukte und Dienst­leis­tun­gen her­stel­len, was eine gewal­tige Her­aus­for­de­rung für unsere Unter­neh­men darstellt.

Den­noch gibt es auch Chan­cen für uns: Vor 40 Jah­ren hat Japan unsere Märkte mit Pro­duk­ten über­schwemmt, aber den eige­nen Markt für Importe abge­schot­tet. China ist fai­rer: Viele west­li­che Kon­zerne (Volks­wa­gen, Nestle etc.) ver­die­nen gutes Geld in China und der aktu­elle Boom in Deutsch­land (und auch Öster­reich) wäre ohne China undenk­bar. Der Export nach Asien sichert viele öster­rei­chi­sche Arbeits­plätze und solange wir kluge, enga­gierte und inno­va­tive Men­schen in unse­rem Land haben, wer­den wir mit den Chi­ne­sen mit­hal­ten können.

Dazu ein Buch­tipp: “Das neue Asien” von Ste­phen S. Roach, Yale University

Fazit: Bei The­men wie Men­schen­rech­ten, Unter­stüt­zung von Dik­ta­to­ren und ande­ren poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen kann man China nicht zustim­men, aber aus rein ökono­mi­scher Sicht hat das Land in den letz­ten 30 Jah­ren alles rich­tig gemacht und ist bes­ser auf­ge­stellt als die west­li­chen Staa­ten. Für pri­vate Anle­ger erge­ben sich tolle Chan­cen, aber die Chi­ne­sen wer­den unsere Wirt­schaft in den nächs­ten 20 Jah­ren vor gewal­tige Her­aus­for­de­run­gen stellen.

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