Sind Indexfonds/ETFs besser als aktive Fonds?

Michael Scherling am 24. January 2018

Wenn man Geld ver­an­la­gen will, stößt man fast auto­ma­ti­sch auf Indexfonds/ETFs. Sie sind schnel­ler han­del­bar, güns­ti­ger und bil­den einen gan­zen Markt ab. In den USA wer­den bereits 60% aller Anla­gen in sol­che ETFs inves­tiert.

War­um sind nun akti­ve Fonds schlech­ter?

  • Weil vie­le Ban­ken, um Geld zu ver­die­nen, Fonds in allen Seg­men­ten auf­le­gen, auch dort wo sie kei­ne Kom­pe­ten­zen haben. Sie inves­tie­ren dann so ähn­li­ch wie der Index, haben aber hohe Kos­ten. Rech­net man die­se nutz­lo­sen Ban­ken-Fonds her­aus, sind akti­ve Fonds bes­ser als ETFs/Indexfonds.

Zusätz­li­ch gilt es eini­ge Din­ge zu beach­ten:

  • ETFs in Anlei­hen sind grund­sätz­li­ch frag­wür­dig, weil man auto­ma­ti­sch von den größ­ten Schuld­nern die meis­ten Antei­le kauft. Bei einem euro­päi­schen Anlei­he-ETF erwirbt man sehr vie­le Ita­lie­ni­sche Staats­an­lei­hen – wer will das schon?
  • Pas­si­ves Inves­tie­ren gibt es nicht! Jeder Investor muss aktiv aus­su­chen in wel­chen ETF er inves­tiert. Euro­päi­schen Inves­to­ren haben in den letz­ten 10 Jah­ren vor allem in den Euro Sto­xx 50 inves­tiert, weil er die größ­ten 50 Fir­men abbil­det. Das war eine sehr schlech­te Wahl. Grund: im Index sind zu vie­le Ban­ken und Ver­si­che­run­gen ent­hal­ten. 2007 war das aber kaum einem ETF-Investor bewusst.

Wenn Sie nun wie die meis­ten Inves­to­ren der­zeit den Welt­ak­ti­en­in­dex MSCI World ETF kau­fen, bekom­men Sie zu fast 60% US-Unter­neh­men und haben nicht nur ein sehr ein­sei­ti­ges Invest­ment (z.B. ist Asi­en fast nicht ent­hal­ten), son­dern wegen des Dol­lar­ver­falls in 2017 zeit­wei­se über 10% Wäh­rungs­ver­lust.

Für einen pro­fes­sio­nel­len Anle­ger aus den USA kann es sinn­voll sein, einen ETF auf den S&P 500 zu kau­fen, der die 500 größ­ten US-Unter­neh­men ent­hält. Tat­säch­li­ch schlägt dort kaum ein Fonds­ma­na­ger den Index. In Märk­ten wie Asi­en aber kauft man mit einem Index­fonds vor allem chi­ne­si­sche, halb­staat­li­che Unter­neh­men, die auch poli­ti­sche Auf­ga­ben erfül­len müs­sen und sich sehr schlecht ent­wi­ckeln.

Rie­si­ge Pro­ble­me wird es geben, wenn die Märk­te nach eini­gen guten Jah­ren in Zukunft wie­der ein­mal kräf­tig fal­len. Dann ver­kau­fen vie­le Inves­to­ren – die ETFs kön­nen aber nicht wie ein Fonds­ma­na­ger auf güns­ti­ge Zeit­punk­te war­ten, son­dern müs­sen sofort und zu jedem Preis ver­kau­fen. Beson­ders bei klei­ne­ren Akti­en und noch schlim­mer bei Anlei­hen kann das zu enor­men Ver­lus­ten füh­ren, die die Ver­lus­te des Index über­tref­fen.

Zu beach­ten ist auch, dass es ETFs gibt, die syn­the­ti­sch repli­ziert sind, also nicht mit rea­len Akti­en hin­ter­legt sind. Im Kon­kurs­fall der Bank kann das zu Pro­ble­men füh­ren.

Fazit: ETFs kön­nen in Ein­zel­fäl­len für insti­tu­tio­nel­le Inves­to­ren sinn­voll sein. Als Pri­vat­in­vestor muss man sich schon exzel­lent aus­ken­nen, um kei­ne Ver­mö­gens­ver­lus­te befürch­ten zu müs­sen.

Bitcoin&Co

Michael Scherling am 13. December 2017

Die Schwei­zer Natio­nal­bank kauft mit künst­li­ch gedruck­tem Geld welt­weit Fir­men­an­tei­le auf, in Japan sind bald 50% der Staats­schuld in Hän­den der Zen­tral­bank und bei uns wer­den Spar­gut­ha­ben ent­wer­tet, weil der Zins viel gerin­ger als die Infla­ti­ons­ra­te ist.

In Sum­me spricht also Vie­les gegen die Soli­di­tät unse­rer Wäh­run­gen. Kein Wun­der also, dass Kryp­towäh­run­gen gefragt sind. Gepaart mit der Fas­zi­na­ti­on der tech­no­lo­gi­schen Neue­rung Block­chain stei­gen die Kur­se von Kryp­towäh­run­gen mas­siv an und auch in Öster­reich gibt es die ers­ten Bit­co­in-Mil­lio­nä­re.

Wer­den nun unse­re Wäh­run­gen spä­tes­tens nach der nächs­ten Finanz­kri­se durch Bitcoin&Co ersetzt?

Durch­set­zen wird sich jeden­falls die dahin­ter­ste­hen­de Tech­no­lo­gie Block­chain, die z.B. sehr gut geeig­net ist, um unser Sys­tem des Grund­buchs kos­ten­güns­tig und effi­zi­ent zu erset­zen.

Eine Eig­nung als Wäh­rung ist aller­dings weni­ger gege­ben:

+ Viel­fach wird argu­men­tiert, dass Bit­co­in nicht belie­big ver­mehr­bar ist (wie Gold). Nach­dem es aber inzwi­schen hun­der­te von Kryp­towäh­run­gen gibt und nicht klar ist, wel­che sich durch­set­zen wird (es gibt tech­ni­sch bes­se­re mit gerin­ge­ren Kos­ten als Bit­co­in), sind Kryp­towäh­run­gen sehr wohl ver­mehr­bar.

+ Die erfor­der­li­che enor­me Rech­ner­leis­tung beim Erzeu­gen und Han­deln mit Bit­co­in braucht so viel Strom, dass die welt­wei­te Ener­gie­pro­duk­ti­on nicht aus­reicht, um einen brei­ten Ein­satz als Wäh­rung zu ermög­li­chen.

+ Zen­tral­ban­ken und Regie­run­gen las­sen nie­mals zu, dass sie das Mono­pol auf die Wäh­rung ver­lie­ren. Bevor Kryp­towäh­run­gen zur ernst­zu­neh­men­den Alter­na­ti­ve zu unse­ren Wäh­run­gen wer­den, wer­den sie wohl per Gesetz ver­bo­ten. In Chi­na gibt es die ers­ten Anzei­chen dafür.

+ Im Jän­ner fand 80% des weit­wei­ten Han­dels mit Bit­co­in in Chi­na statt, im Früh­ling 55% in Japan. War­um? Weil rei­che Chi­ne­sen die Kapi­tal­ver­kehrs­kon­trol­len Chi­nas umgin­gen und Japan Bit­co­in lega­li­sier­te, um die­se Geld­er anzu­lo­cken. Der Ruf der Kryp­towäh­run­gen, ein Instru­ment zur För­de­rung ille­ga­ler Akti­vi­tä­ten zu sein, scheint also nicht unge­recht­fer­tigt zu sein.

Fazit: Der Kurs­ver­lauf von Bit­co­in ist sehr ähn­li­ch dem von Tul­pen in Hol­land 1637. Der Anstieg war so stark, dass mit einer Blu­men­zwie­bel ein gan­zes Haus gekauft wer­den konn­te. Nach dem Plat­zen der Tul­pen­bla­se sank der Kurs um über 95%. Ähn­li­ches kann auch Bitcoin&Co pas­sie­ren.

Sind Handelsabkommen böse?

Michael Scherling am 28. September 2017

All­ge­mein akzep­tiert ist, dass Han­del zwi­schen Staa­ten sinn­voll ist, weil jedes Land ande­re Pro­duk­te bes­ser her­stel­len kann.

Deutsch­land wird nie so guten Rot­wein pro­du­zie­ren kön­nen wie Spa­ni­en.

Der Wohl­stand aller Betei­lig­ten sinkt, wenn Deutsch­land Zöl­le auf spa­ni­schen Wein ein­führt oder Spa­ni­en die Ein­fuhr von deut­schen Autos behin­dert.

Han­dels­ab­kom­men zur Klä­rung sol­cher Fra­gen sind also grund­sätz­li­ch sinn­voll.

Für ein klei­nes Land wie Öster­reich ist Export zusätz­li­ch lebens­wich­tig. Wer soll­te in Öster­reich den gan­zen Stahl der VOEST ver­brau­chen? Bei Abschot­tung unse­res Lan­des wür­den 10.000 VOEST-Arbeits­plät­ze sofort weg­fal­len. Als klei­ner Staat sind wir also der Haupt­pro­fi­teur von Glo­ba­li­sie­rung und Han­dels­ab­kom­men.

Nach­dem der Wis­sens­stand der Öster­rei­cher gering und die Skep­sis bei sol­chen Abkom­men groß ist, kön­nen Poli­ti­ker Unwahr­hei­ten ver­brei­ten und gewin­nen damit Wäh­ler­stim­men:

Seit 2 Jah­ren wird gegen pri­va­te Schieds­ge­rich­te gewet­tert. In der Rea­li­tät ist aber bekannt, dass unse­re Fir­men fast alle Pro­zes­se gegen ein­hei­mi­sche Fir­men in den USA, Russ­land, Chi­na etc. ver­lie­ren, weil dor­ti­ge Rich­ter „patrio­ti­sch“ han­deln.

War­um sol­len sich eine öster­rei­chi­sche und eine US-Fir­ma nicht dar­auf eini­gen kön­nen, ein pri­va­tes Schieds­ge­richt zu ver­ein­ba­ren?

Selbst bei den bösen „Chlor­hüh­nern“ aus den USA ist sehr frag­li­ch, ob unse­re hor­mon­be­han­del­ten Hüh­ner wirk­li­ch bes­ser oder gesün­der sind.

Trotz­dem wür­den sich sicher­li­ch von popu­lis­ti­schen Poli­ti­kern ange­heiz­te 70% aller Öster­rei­cher gegen Han­dels­ab­kom­men aus­spre­chen und damit eine gro­ße Dumm­heit bege­hen.

Fazit: Han­dels­ab­kom­men sind zu kom­plex um Gegen­stand der hei­mi­schen poli­ti­schen Debat­te zu sein. Nur die Euro­päi­sche Uni­on hat die Kom­pe­tenz und Ver­hand­lungs­macht, um sol­che Abkom­men in hoher Qua­li­tät zu schlie­ßen. Wir soll­ten sie dabei in Ruhe las­sen.

Entwicklungshilfe aus ökonomischer Sicht

Michael Scherling am 3. August 2017

Vor 40 Jah­ren waren die ers­ten scho­ckie­ren­den Bil­der von hun­gern­den afri­ka­ni­schen Kin­dern im Fern­se­hen zu sehen. Euro­pa reagier­te mit Lebens­mit­tel­hil­fe, die zwar die Not kurz­fris­tig lin­der­te, aber auch dazu führ­te, dass der Anreiz sich selbst zu ver­sor­gen, sank.

Seit etwa 20 Jah­ren wird des­halb ver­mehrt ver­sucht, durch Wis­sens­trans­fer, Maschi­nen, Infra­struk­tur, neue Brun­nen zur Was­ser­ver­sor­gung etc. zu hel­fen.

Lei­der wird das grund­le­gen­de Pro­blem immer noch nicht ange­spro­chen:

In vie­len Län­dern (z.B. im Niger) haben Män­ner mit jeder ihrer Frau­en sie­ben Kin­der. Frau­en wer­den zu Gebär­ma­schi­nen degra­diert, Män­ner füh­len sich erst dann männ­li­ch, wenn sie mehr als 10 Kin­der gezeugt haben. So lan­ge die­ser Wahn­sinn nicht gestoppt wird, ist jede ande­re Art von Ent­wick­lungs­hil­fe öko­no­mi­sch völ­lig sinn­los!

Im Gegen­teil: Ent­wick­lungs­hil­fe­or­ga­ni­sa­tio­nen ver­set­zen die 7 Kin­der pro Frau in die Lage, selbst wie­der 7 Kin­der zu zeu­gen. Indem man einem Kind hilft, wer­den 7 neue hun­gern­de, lei­den­de Kin­der ohne Chan­ce im Leben gebo­ren.

Die UNO erwar­tet, dass in 30 Jah­ren 2,4 Mil­li­ar­den Men­schen in Afri­ka leben wer­den und 4 Mil­li­ar­den 50 Jah­re spä­ter! Allei­ne in Nige­ria wer­den 2017 mehr Kin­der gebo­ren als in der gan­zen EU.

Eine Ver­vier­fa­chung der Bevöl­ke­rung in nur 3 Gene­ra­tio­nen muss zu Krieg, Hun­ger, Elend und Aus­wan­de­rung füh­ren!

Lei­der gilt es immer noch als “poli­ti­sch unkor­rekt”, die­ses Grund­übel anzu­spre­chen.

Was sind öko­no­mi­sch ver­nünf­ti­ge Lösun­gen:

  1. Vor­aus­schau­en­de Bevöl­ke­rungs­po­li­tik: Chi­na ist ein posi­ti­ves Bei­spiel: Ohne vor­aus­schau­en­de Bevöl­ke­rungs­po­li­tik wür­den wohl 500 Mil­lio­nen Men­schen mehr in die­sem Land leben. Nai­vi­tät muss man den­je­ni­gen unter­stel­len, die mei­nen, dass Chi­na dann immer noch so (rela­tiv) fried­li­ch wäre. Die Stu­di­en zur “You­th Bul­ge” von Gun­n­ar Hein­sohn bele­gen das his­to­ri­sch. In Län­dern mit hohem Anteil an 15 – 25-jäh­ri­gen Män­nern kam es in der Ver­gan­gen­heit immer zu Krieg oder Bür­ger­krieg (auch die bei­den Welt­krie­ge las­sen sich so erklä­ren).
  2. Bil­dung: je gebil­de­ter vor allem die Frau­en sind, desto höher ist die Chan­ce, dass sie nicht nur recht­lo­se, wil­len­lo­se Gebär­ma­schi­nen wer­den.

Fazit: Die west­li­che Welt geht das The­ma Ent­wick­lungs­hil­fe mit erstaun­li­cher Nai­vi­tät an und wird so lan­ge schei­tern, so lan­ge die Wur­zel des Pro­blems der unkon­trol­lier­ten Bevöl­ke­rungs­ver­meh­rung nicht ange­packt wird!

Wir dummen Österreicher

Michael Scherling am 16. May 2017

In Öster­reich ist eines der bes­ten Unter­neh­men der Welt zu Hau­se: die VOESTALPINE. Sie ist tech­no­lo­gi­scher Welt­markt­füh­rer im Stahl­be­reich, beschäf­tigt 50.000 Men­schen und schafft stän­dig neue Arbeits­plät­ze (Poli­ti­ker kön­nen nur mit neu­en Schul­den Arbeits­plät­ze kurz­fris­tig schaf­fen, Fir­men auch nach­hal­tig!).

Das Unter­neh­men schafft es, die durch Digi­ta­li­sie­rung und voll­au­to­ma­ti­sche Pro­duk­ti­ons­wei­se weg­fal­len­den Jobs durch inter­ne Wei­ter­bil­dung zu erhal­ten. Vie­le Mil­lio­nen wer­den jähr­li­ch an Steu­ern bezahlt, was uns allen zu Gute kommt.

Gefähr­det ist die VOEST maxi­mal durch immer neue büro­kra­ti­sche Auf­la­gen und Umwelt­ge­set­ze. Dabei ist die Fir­ma bereits der umwelt­ver­träg­lichs­te Stahl­her­stel­ler welt­weit. Hilft es wirk­li­ch wenn das Unter­neh­men aus Öster­reich ver­trie­ben und die Pro­duk­ti­on mit 5-fachem Schad­stoff­aus­stoß in Indien auf­ge­baut wird?

Noch span­nen­der ist die Geschich­te des Unter­neh­mens: Es stammt aus der “Ver­staat­lich­ten Indus­trie” und wäre durch Miss­ma­nage­ment vor 30 Jah­ren in Kon­kurs gegan­gen, wenn es nicht pri­va­ti­siert wor­den wäre. Immer, wenn poli­ti­sche Günst­lin­ge oder Gewerk­schafts­bon­zen in einer Unter­neh­mens­füh­rung sit­zen, gehen Fir­men plei­te. Der “Kon­sum” ist noch ein gutes Bei­spiel dafür.

Ver­tre­ter der “Gemein­woh­löko­no­mie”, die sogar schon in Schul­bü­chern zu fin­den sind, haben bis heu­te nicht ver­stan­den, dass Ver­staat­li­chung und Ein­mi­schung in die Unter­neh­mens­füh­rung zu Arbeits­lo­sig­keit und Wohl­stands­ver­lust füh­ren.

Die Voest­al­pi­ne betei­ligt die Mit­ar­bei­ter auch am Unter­neh­men. Ein guter Teil gehört inzwi­schen den Ange­stell­ten. Die pro­fi­tie­ren dop­pelt: Einer­seits an der Stei­ge­rung des Unter­neh­mens­wer­tes und ande­rer­seits von den jähr­li­chen Divi­den­den, die mit rund 3% jähr­li­ch Spar­bü­cher deut­li­ch über­tref­fen.

War­um betei­li­gen wir Öster­rei­cher uns nicht an unse­ren groß­ar­ti­gen Unter­neh­men? 50% des öster­rei­chi­schen und deut­schen Akti­en­markts gehört US-ame­ri­ka­ni­schen Inves­to­ren. Die holen sich unse­re Wert­schöp­fung wäh­rend wir über unse­re Spar­bü­cher den Ban­ken Geld geben, die dann z.B. jah­re­lang US-Hypo­the­ken­pa­pie­re kauf­ten, die teil­wei­se wert­los wur­den.

Wir Öster­rei­cher haben dann nicht nur kei­ne Zin­sen bekom­men, son­dern muss­ten auch noch unse­re Ban­ken mit Mil­li­ar­den­be­trä­gen ret­ten. Wir sind schon ziem­li­ch dumm, oder?

Natür­li­ch ist es nicht sinn­voll, sich nur an öster­rei­chi­schen Unter­neh­men zu betei­li­gen. Jedes Land hat tol­le Fir­men wie die Voest. Gute Mana­ger eines welt­wei­ten Akti­en­fonds hel­fen Ihnen, sich an der Wert­schöp­fung der gesam­ten Welt zu betei­li­gen.

Fazit: Inves­tie­ren Sie Ihre län­ger­fris­tig ange­leg­ten Geld­er nicht in Spar­bü­cher oder Staats­an­lei­hen, son­dern pro­fi­tie­ren Sie von wun­der­ba­ren Unter­neh­men, die Arbeits­plät­ze schaf­fen und nach­hal­ti­ge Wert­stei­ge­rung erzie­len.

Böse Globalisierung?

Michael Scherling am 27. March 2017

Carl Bildt, ehe­ma­li­ger Pre­mier­mi­nis­ter von Schwe­den schrieb vor kur­zem dass bei sei­ner Geburt erst 2,5 Mrd. Men­schen leb­ten und vie­le auch damals glaub­ten, dass unser Pla­net die­se Mas­sen nicht ernäh­ren könn­te und Zusam­men­brü­che bevor­stün­den.

Tat­säch­li­ch ist der Anteil der Armen unter den inzwi­schen 7,5 Mrd. Men­schen stark zurück­ge­gan­gen und vie­le Län­der (vor allem in Asi­en) konn­ten den Lebens­stan­dard enorm stei­gern.

Die Lebens­er­war­tung stieg von 48 auf 71 Jah­re, das Pro-Kopf-Ein­kom­men um 500%. Seit 1990 wur­de die Kin­der­sterb­lich­keit hal­biert und statt 47% der Bewoh­ner von Ent­wick­lungs­län­dern leben nur noch 14% in extre­mer Armut.

Wie kam es dazu:

  1. Fort­schrit­te in Wis­sen­schaft und Tech­no­lo­gie
  2. Wirt­schaft­li­cher Aus­tau­sch über Han­del und Inves­ti­tio­nen in einer libe­ra­len Welt­ord­nung = Glo­ba­li­sie­rung

An vie­len Orten die­ser Welt wur­den und wer­den Fabri­ken geschlos­sen und Mit­ar­bei­ter ent­las­sen. Die Stahl­wer­ke in den USA und die Koh­le­mi­nen in Deutsch­land beschäf­ti­gen weni­ger Arbei­ter als frü­her. Der Grund dafür soll die Glo­ba­li­sie­rung sein. Nicht erkannt wird dabei, dass tech­no­lo­gi­sche Fort­schrit­te in höhe­rem Aus­maß ver­ant­wort­li­ch sind.

Genauso ver­lo­ren vor 100 Jah­ren fast alle Kut­scher ihre Arbeit. In der Auto­in­dus­trie sind heu­te aller­dings 100­mal so vie­le Men­schen beschäf­tigt.

Carl Bildt schreibt: „Für die meis­ten Men­schen war das Leben vor der Glo­ba­li­sie­rung arm, hart und kurz.“ Popu­lis­ten ver­herr­li­chen die­se Zei­ten den­no­ch ohne ihren Wäh­lern zu erklä­ren, dass es einem arbeits­lo­sen US-Stahl­ar­bei­ter nicht hilft, wenn afri­ka­ni­sche und asia­ti­sche Län­der mit Zöl­len belegt wer­den. Im Gegen­teil erhö­hen sich dadurch die Prei­se. Dar­un­ter lei­det gera­de der arme Teil der Wäh­ler, der sich als Glo­ba­li­sie­rungs­ver­lie­rer wahr­nimmt.

Was wir brau­chen ist:

  1. Ehr­li­che Poli­ti­ker, die den Men­schen die Zusam­men­hän­ge erklä­ren
  2. Inten­si­ve Aus- und Wei­ter­bil­dung

Auch in Zukunft wer­den Bran­chen ver­schwin­den und Men­schen ihre Arbeit ver­lie­ren. In den letz­ten 200 Jah­ren wur­den aber in neu ent­ste­hen­den Bran­chen immer viel­fach mehr Arbeits­kräf­te benö­tigt als davor. Die Län­der mit dem höchs­ten Bil­dungs­ni­veau pro­fi­tie­ren davon am meis­ten.

Fazit: Ein Zurück­dre­hen der Glo­ba­li­sie­rung macht uns alle ärmer und scha­det vor allem den benach­tei­lig­ten Bevöl­ke­rungs­grup­pen.

Dauerhafte Stagnation?

Michael Scherling am 2. February 2017

In der Welt der Öko­no­men wird seit eini­ger Zeit dis­ku­tiert, ob es eine soge­nann­te “Seku­lä­re Sta­gna­ti­on” gibt. Gemeint ist dau­er­haf­tes Null­wachs­tum, das fol­gen­de Ursa­chen hat:

+ Es wird zu wenig inves­tiert, weil es kaum loh­nen­de Pro­jek­te gibt. Die wesent­li­chen Erfin­dun­gen sind gemacht (Auto, Com­pu­ter etc.) und neue brin­gen wenig Pro­duk­ti­vi­täts­zu­wachs

+ Popu­lis­ti­sche Poli­ti­ker brem­sen die Wirt­schaft (rech­te Ideo­lo­gen wie Trump mit Han­dels­bar­rie­ren und lin­ke Ideo­lo­gen wie Hugo Cha­vez mit Ver­staat­li­chung)

+ Sta­gnie­ren­de Erwerbs­be­völ­ke­rung in den west­li­chen Staa­ten. Deutsch­land bräuch­te 500.000 Zuwan­de­rer jähr­li­ch, um die Zahl der Erwerbs­tä­ti­gen nur kon­stant zu hal­ten.

Aller­dings gab es auch vor eini­gen Jahr­zehn­ten gen­au die glei­che Dis­kus­si­on und nie­mand kann behaup­ten, dass es in den letz­ten 50 oder 100 Jah­ren kei­ne rele­van­ten Neue­run­gen und Wohl­stands­stei­ge­run­gen gege­ben hat.

Bes­se­re Trans­port­mit­tel, moder­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on und schnel­le­re und bes­se­re Pro­duk­ti­ons­wei­sen haben die Mensch­heit vor­an­ge­bracht. Was könn­te uns in den nächs­ten Jahr­zehn­ten wei­ter­brin­gen?

Zwei Berei­chen sind her­vor­zu­he­ben: Digi­ta­li­sie­rung und Robo­tik. Bei­des stei­gert das Wirt­schafts­wachs­tum, wobei ers­te­res kaum mess­bar ist und im Brut­to­in­lands­pro­dukt nicht auf­scheint. Ein ein­fa­ches Bei­spiel: Wenn Sie kos­ten­lo­se Zei­tungs­in­hal­te am Com­pu­ter lesen statt eine Zei­tung zu kau­fen, sinkt das BIP sogar. Ihr Nut­zen steigt aber.

Durch effi­zi­en­te Sharing-Eco­no­my kön­nen Autos, Maschi­nen, Woh­nun­gen usw. von mehr Men­schen als bis­her ver­wen­det wer­den. Auch hier sinkt das BIP, weil nicht jeder sich alles selbst kau­fen muss. Der Wohl­stand für die Betrof­fe­nen steigt aber.

Wis­sens­er­werb und Wei­ter­bil­dung sind zen­tral für die moder­ne Wirt­schaft, wer­den aber eben­falls kaum bei der Mes­sung von Wachs­tum berück­sich­tigt.

Fazit: Glau­ben Sie kei­nen Sta­gna­ti­ons­pro­phe­ten. Nur weil wir Wachs­tum und Wohl­stands­stei­ge­run­gen nicht mes­sen kön­nen, heißt das noch lan­ge nicht, dass es die­se nicht gibt!

Populismus und Ökonomie

Michael Scherling am 9. November 2016

Die Welt gehört seit heu­te end­gül­tig den Popu­lis­ten. Schon der Aus­stieg Groß­bri­tan­ni­ens aus der EU war nur durch geziel­te Falsch­mel­dun­gen der EU-Geg­ner und der Medi­en mög­li­ch, eben­so die heu­ti­ge Wahl eines Stamm­tisch-Pro­le­ten zum US-Prä­si­den­ten. Des­sen Wäh­ler glau­ben z.B. mehr­heit­li­ch nicht, dass Oba­ma in den USA gebo­ren ist. Die Macht der Bou­le­vard-Medi­en ist enorm. Wer sie beein­flus­sen kann, gewinnt offen­sicht­li­ch alle Wahl­ent­schei­dun­gen. Das wis­sen auch Orban in Ungarn und Erdo­gan in der Tür­kei.

Was bedeu­tet das nun öko­no­mi­sch?

Gera­de hat die Welt begon­nen, sich von der Finanz­kri­se 2008 und der Euro­kri­se 2011 zu erho­len: die Arbeits­lo­sen­ra­ten sind kräf­tig gesun­ken, das Wirt­schafts­wachs­tum ist fast auf Vor­kri­sen­ni­veau, die Löh­ne begin­nen zu stei­gen und die öko­no­mi­schen Stim­mungs­in­di­ka­to­ren waren bis ges­tern sehr gut.

Das Umfeld wäre also aus­ge­zeich­net. Womit Men­schen aber am aller­we­nigs­ten umge­hen kön­nen, ist Unsi­cher­heit. Kei­ner weiß wie sich der Brex­it aus­wir­ken wird (des­halb habe ich kei­nen Arti­kel dar­über geschrie­ben — Pro­gno­sen sind völ­lig sinn­los) und nie­mand kann vor­aus­se­hen, wel­che Wahl­ver­spre­chen Trump tat­säch­li­ch umset­zen wird.

In unsi­che­ren Zei­ten inves­tie­ren Unter­neh­men aber ungern neu­es Geld und Kon­su­men­ten spa­ren lie­ber mehr als sie aus­ge­ben. Das bremst die begin­nen­de Erho­lung aus.

Klar scheint aber dass Zins­er­hö­hun­gen noch wei­ter in die Zukunft ver­scho­ben wer­den. Obwohl die Nach­tei­le der Null­zins­po­li­tik immer offen­sicht­li­cher wer­den, ist den Zen­tral­ban­ken eine Erhö­hung in so unsi­che­ren Zei­ten fast unmög­li­ch.

Fazit: eini­ge Mona­te bevor Hit­ler in Deutsch­land an die Macht kam, gab es bereits einen kräf­ti­gen Wirt­schafts­auf­schwung. Weil die­ser aber noch nicht bei den Men­schen ange­kom­men war, kam es zu einem Desas­ter. Auch der aktu­el­le Auf­schwung ist noch nicht bei der Bevöl­ke­rung ange­kom­men, wes­halb Popu­lis­ten die Gele­gen­heit bekom­men, neue Desas­ter anzu­rich­ten.

 

Arbeitslosigkeit

Michael Scherling am 26. September 2016

War­um hat Deutsch­land seit vie­len Jah­ren weni­ger Arbeits­lo­se als Frank­reich?

Einen der Grün­de hat der Öko­nom und Nobel­preis­trä­ger Jean Tiro­le in sei­nem neu­en Buch mit dem Titel „Éco­no­mie du Bien Com­mun” (oder „Wirt­schaft für das All­ge­mein­wohl”) beschrie­ben.

Frank­reichs his­to­ri­sch hohe Arbeits­lo­sen­quo­te ergibt sich nicht aus den ungüns­ti­gen Ein­flüs­sen der glo­ba­len Markt­wirt­schaft – eine weit­ver­brei­te­te und prak­ti­sche Erklä­rung von fran­zö­si­schen Poli­ti­kern –, son­dern eher aus der gesell­schaft­li­chen Ent­schei­dung, einen sehr star­ren Arbeits­markt zu eta­blie­ren. Mit dem Bewusst­sein wei­ter stei­gen­der Arbeits­lo­sen­zah­len beschloss die fran­zö­si­sche Regie­rung, fle­xi­ble befris­te­te Arbeits­ver­trä­ge und vie­le sub­ven­tio­nier­te Jobs ein­zu­füh­ren, anstatt die extrem star­ren unbe­fris­te­ten Ver­trä­ge fle­xi­bler zu machen. Die Zah­len spre­chen für sich: 2013 waren 85% der neu­en Stel­len Jobs mit befris­te­ten Ver­trä­gen. Dar­über hin­aus bezo­gen sich 77% der gesam­ten Kün­di­gun­gen auf befris­te­te Ver­trä­ge.

In Wirk­lich­keit stellt ein befris­te­ter Ver­trag weder die Arbeit­neh­mer noch die Arbeit­ge­ber zufrie­den. Arbeit­neh­mer haben dadurch kaum Kün­di­gungs­schutz. Arbeit­ge­ber sind nicht dazu geneigt, einen befris­te­ten Ver­trag zu ver­län­gern, da er sich son­st nach fran­zö­si­schem Recht auto­ma­ti­sch in einen unbe­fris­te­ten Ver­trag ver­wan­delt. Des­halb plä­diert Tiro­le für die Ein­füh­rung von mehr Fle­xi­bi­li­tät bei unbe­fris­te­ten Ver­trä­gen, um fran­zö­si­sche Unter­neh­men dazu zu bewe­gen, mehr Arbeit­neh­mer mit unbe­fris­te­ten Ver­trä­gen ein­zu­stel­len und somit mit „bes­se­ren Jobs” und nicht mit unsi­che­ren, befris­te­ten Ver­trä­gen auf­zu­war­ten.

Das Arbeits­recht Frank­reichs umfasst mit allen Ergän­zun­gen inzwi­schen meh­re­re tau­send Sei­ten und ist von den Unter­neh­men kaum zu admi­nis­trie­ren. Ein Bei­spiel für die Skur­ri­li­tät der Vor­schrif­ten:

Vor Aus­spruch der Kün­di­gung muss der Arbeit­neh­mer zu einem Vor­ge­spräch ein­ge­la­den wer­den, in dem die­ser über die Absicht des Arbeit­ge­bers infor­miert wird, ihn zu kün­di­gen. In die­sem Vor­ge­spräch darf der Arbeit­ge­ber nicht den Ein­druck ver­mit­teln, den Ent­schluss zur Kün­di­gung bereits gefasst zu haben.

Fazit: wenn man es Unter­neh­men schwer macht, Arbeits­kräf­te zu kün­di­gen, stel­len sie erst gar kei­ne ein. Das Arbeits­recht in Frank­reich (gen­au wie in Spa­ni­en und Ita­li­en) ist Mit­ver­ur­sa­cher der hohen Arbeits­ko­sig­keit.

Ein wirklicher Experte

Michael Scherling am 17. June 2016

Ges­tern hat­te ich die für einen Öko­no­men wie mich wun­der­ba­re Gele­gen­heit auf einen wirk­li­chen Exper­ten in Sachen Geld zu tref­fen:

Dr. Phil­ipp Hil­de­brand — er war Prä­si­dent der Schwei­zer Natio­nal­bank bis 2012

Sei­ne Sicht der Din­ge ist auch des­halb so inter­es­sant, weil er nun sehr viel offe­ner spre­chen kann als in sei­ner alten Posi­ti­on. Er hat die Schweiz durch die Finanz­kri­se 2008 gesteu­ert und war für die Ein­füh­rung des Min­dest­kur­ses von 1,2 Fran­ken zum Euro ver­ant­wort­li­ch.

Hier eini­ge sei­ner Aus­sa­gen:

  • Ohne Ein­grei­fen der Zen­tral­ban­ken wäre die Finanz­kri­se um ein Viel­fa­ches schlim­mer aus­ge­fal­len. Ich ver­mu­te, dass kaum eine Bank über­lebt hät­te und auch die Sicher­heit von Spar­bü­chern gefähr­det gewe­sen wäre. Er mein­te, dass die Men­schen unend­li­ch dank­bar wären, wenn sie wüss­ten was ohne die Aktio­nen der Noten­ban­ken pas­sie­ren hät­te kön­nen.
  • In den USA gin­gen zwar rund 140 klei­ne Ban­ken in Kon­kurs, alle gro­ße Ban­ken wur­den aber zwangs­wei­se reka­pi­ta­li­siert und ste­hen der­zeit schon wie­der auf sehr star­ken Bei­nen. In Euro­pa trau­ten sich die Poli­ti­ker nicht, sol­che Men­gen an Geld bereit zu stel­len. Aus die­sem Grund ist der Ban­ken­sek­tor immer noch nicht saniert und kann nicht aus­rei­chend Kre­di­te an die Unter­neh­men ver­ge­ben. Das brem­se die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung mas­siv.
  • Span­nen­des zum The­ma Refor­men: Das spa­ni­sche Arbeits­recht stamm­te aus der Zeit der Dik­ta­tur Fran­kos (der es von Mus­so­li­ni über­nom­men hat­te). Es war für die hohe Arbeits­lo­sig­keit ver­ant­wort­li­ch, weil es unmög­li­ch war, jeman­den zu ent­las­sen. Die Fol­ge davon: es wur­de gleich gar nie­mand ein­ge­stellt. Nur weil Spa­ni­en durch die Finanz­kri­se zah­lungs­un­fä­hig wur­de und die EU-Part­ner und der Inter­na­tio­na­le Wäh­rungs­fonds es ver­lang­ten, kam es zu einer Reform. Seit­her sinkt die Arbeits­lo­sig­keit ohne Unter­bre­chung. Wie schon Albert Ein­stein sag­te: “Es ist die Kri­se selbst, die den Fort­schritt bringt”
  • Dr. Hil­de­brand warnt davor, Ver­gan­gen­heits­ent­wick­lun­gen in die Zukunft zu extra­po­lie­ren. Nur weil es meh­re­re Jah­re mit wenig Wachs­tum und Null­zin­sen gege­ben hat, müss­te das nicht immer so wei­ter­ge­hen. Spe­zi­ell in den USA sieht er 2017/2018 höhe­res Wachs­tum, höhe­re Infla­ti­on und auch höhe­re Zin­sen. Auf mei­ne Fra­ge, wie es in Euro­pa mög­li­ch sein soll, bei einer sta­gnie­ren­den Bevöl­ke­rung Wachs­tum zu erzeu­gen, mein­te er dass eine stär­ke­re Ein­be­zie­hung von Älte­ren und Frau­en die Erwerbs­be­völ­ke­rung stei­gern könn­te. Refor­men und Inves­ti­tio­nen in Bil­dung ver­stärk­ten die­sen Effekt. Flücht­lin­ge wür­den dabei auf vie­le Jah­re nicht hel­fen.
  • Schreck­li­ch schaut es aus sei­ner Sicht in Frank­reich aus, das demo­gra­fi­sch eigent­li­ch die bes­te Situa­ti­on hät­te (höchs­te Gebur­ten­ra­te). Hier war die Kri­se nicht schlimm genug, um im Sin­ne Ein­steins zu sinn­vol­len Refor­men zu füh­ren. Seit 10 Jah­ren wur­den kei­ne neu­en Arbeits­plät­ze mehr geschaf­fen, weil der über­bor­den­de Staats­sek­tor die Indus­trie fast aus­ge­löscht hat. Und mehr Staats­be­diens­te­te füh­ren nicht zu mehr Wachs­tum oder mehr Wohl­stand, son­dern nur zu mehr Schul­den.
  • Zum Schluss noch ein erfreu­li­cher Punkt: Dr. Hil­de­brand sieht die Kon­junk­tur in Euro­pa auf dem rich­ti­gen Weg und erkennt selbst in Ita­li­en und Frank­reich einen Anstieg der Reform­be­reit­schaft.