Wie geht es mit dem Euro weiter?

Michael Scherling am 1. Januar 2011

Zuerst eine Feststellung: ja, es wird ihn weiter geben, den Euro. Politisch ist er gewollt und ökonomisch ist ein Eurozerfall in jedem Fall teurer als ein Weiterbestehen.

Nach­dem Sie genug Nega­ti­ves über den Euro in den Medi­en lesen, hier zwei sehr posi­ti­ve Fak­to­ren:

  1. Ohne die „Kon­kurs­ge­fahr“ hät­ten die tol­len Poli­ti­ker der Euro-Staa­ten wei­ter­hin alle Pro­ble­me künf­ti­gen Genera­tio­nen über­las­sen. So wur­den sie durch die Markt­kräf­te gezwun­gen, Refor­men ein­zu­lei­ten, die seit 20 Jah­ren über­fäl­lig waren. Hof­fen wir also, daß die Kri­se nicht so schnell zu Ende geht.
  2. Obwohl es noch kei­ne Lösung gibt und gera­de 2011 sehr kri­tisch ist, weil Staa­ten und Ban­ken enorm viel neu­es Geld brau­chen und frag­lich ist, woher das kom­men soll, muss man doch eines fest­stel­len: die Euro­kri­se ist schon sehr weit fort­ge­schrit­ten. Die Hälf­te des Lei­dens­we­ges haben wir sicher schon hin­ter uns!

Fazit: Den Euro wird es wei­ter geben.